Starkregenvorsorge für die Blumenthaler Aue

Starkregen einschätzen

Die Flüsse Blumenthaler Aue und Beckedorfer Beeke fließen beim sozial-kulturellen Begegnungszentrum Burg Blomendal in Bremen-Nord zusammen. Sie bildeten einst den Schutzgraben um den denkmalgeschützten Bereich. Extreme Regenfälle können hier binnen kurzer Zeit zu einem starken Anschwellen der kleinen Gewässer führen. Für die auf dem Gelände angesiedelten Einrichtungen wird deshalb gemeinsam mit Feuerwehr und Verwaltung ein Vorsorgekonzept erarbeitet.

Flyer zur Workshopreihe

Die nachfolgenden Workshops zur Starkregenvorsorge in der Blumenthaler Aue haben bereits stattgefunden und wurden online dokumentiert.

1. Workshop "Information & Austausch" (27.2.2019)
2. Workshop "Gemeinsam Ideen und Strategien entwickeln" (30.4.2019)
3. Workshop "Möglichkeiten zur Umsetzung diskutieren" (19.6.2019)
Blumenthaler Wassertag (11.8.2019)

Hintergrundinformationen

Ausgangssituation

Das Modellgebiet „Blumenthaler Aue“ liegt in Bremen-Nord. Es umfasst das Gelände der seit 1973 unter Denkmalschutz stehenden Burganlage Blomendal, die auch eine Kindertagesstätte (KiTa) beheimatet. Neben der KiTa nutzen der Verein „Burg Blomendal“, der Heimatverein Blumenthal und ein Schwertorden das Gelände.

Die Gebäude stehen am Zusammenfluss von Blumenthaler Aue und Beckedorfer Beeke in einer Senke ohne Hochwasserschutzanlagen und damit an einer stark überflutungsgefährdeten Stelle. Gewässer mit kleinem Einzugsgebiet und großem Gefälle reagieren empfindlich auf evtl. auftretende Starkregenereignisse. Die daraus möglicherweise entstehenden so genannten Sturzfluten haben oftmals eine sehr kurze Vorwarnzeit – wenn sie überhaupt vorhergesagt werden können.

Das Gebiet ist seit 2016 ein per Verordnung festgesetztes Überschwemmungsgebiet.

Ziele

Starkregen- und Sturzflutereignisse wurden im städtischen Bereich bisher selten untersucht. Es fehlen u.a. geeignete Vorhersage- und Warnsysteme, Gefahrenkarten und mögliche Schutzmaßnahmen.

Für die Blumenthaler Aue im Bereich der Burg Blomendal soll daher gemeinsam von allen betroffenen Personen, Vereinen, Behörden und Organisationen ein Hochwasserschutzkonzept erarbeitet werden.

Die Möglichkeiten der Warnung und der Verhaltensvorsorge sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Methodik/Vorgehensweise

In einem ersten Schritt wird eine IST-Analyse durchgeführt. Dafür wird das Gebiet umfangreich beschrieben und alle verfügbaren Informationen aus Karten und Daten zusammengetragen. Auch die rechtliche Situation als festgesetztes Überschwemmungsgebiet und die daraus entstehenden Anforderungen werden dargestellt.

In einer Stakeholderanalyse sollen neben allen betroffenen Personen und Vereine, die das Haus Blomendal nutzen, auch betroffene Behörden und Organisationen ermittelt werden. In Gesprächen werden Anforderungen, die an eine Vorsorge für Starkregen- bzw. Sturzfluten gestellt werden, besprochen.

Durch eine Untersuchung zum Abflussverhalten, die speziell Starkregen- bzw. Sturzflutereignisse betrachtet, soll die Frage beantwortet werden, wie die Blumenthaler Aue auf extreme Regenereignisse reagiert.

Geplante Beteiligungsformate

Es sollen mit allen betroffenen Personen, Vereinen sowie Behörden und Organisationen drei Workshops durchgeführt werden. Bei diesen Treffen sollen Ideen und Maßnahmen entwickelt werden, die das Ziel haben, die Auswirkungen eines möglichen Starkregenereignisses zu verringern.

Als Grundlage dafür werden die Ergebnisse aus der IST-Analyse sowie aus der Studie zum Abflussverhalten vorgestellt und besprochen.

Alle entwickelten Ideen und Maßnahmen sollen bewertet und daraus für die Umsetzung geeignete Maßnahmen ausgewählt werden.